Geschichten und Gedanken Teil 20 –Der Herbst



Nach diversesten Betrachtungen, entsprungen aus meiner Großhirnrinde, kommt jetzt wieder einmal etwas von einem der ganz Großen: Friedrich Hölderlin.
Diese lyrische Maximalvariante soll den Absturz in den Herbst etwas erträglicher machen und ein würdiges Umfeld gestalten, damit die Sektion in toto in die Dunkelheit hineingleiten kann. Möge die anstehende Hallensaison so harmonisch verlaufen wie die Reime sich gerieren:
 
Der Herbst
 
Die Sagen, die der Erde sich entfernen,
Vom Geiste, der gewesen ist und wiederkehret,
Sie kehren zu der Menschheit sich, und vieles lernen
Wir aus der Zeit, die eilends sich verzehret.
 
Die Bilder der Vergangenheit sind nicht verlassen
Von der Natur, als wie die Tag verblassen
Im hohen Sommer, kehrt der Herbst zur Erde nieder,
Der Geist der Schauer findet sich am Himmel wieder.
 
In kurzer Zeit hat vieles sich geendet,
Der Landmann, der am Pfluge sich gezeiget,
Er sieht, wie das Jahr sich frohem Ende neiget,
In solchen Bildern ist des Menschen Tag vollendet.
 
Der Erde Rund ist mit Felsen ausgezieret
Ist wie die Wolke nicht, die abends sich verlieret,
Es zeigt sich mit einem goldnen Tage,
Und die Vollkommenheit ist ohne Klage.